SUMMER PALACE – 颐和园

Sommer Palast in Beijing…..

Ein kleiner Streifzug duch dessen Randgebiete, wo sich nicht mehr ganz so viele Menschen hinverirren. Auch nicht am Wochenende…

NO BIKE – 没有自行车

Seit gestern bin ich wieder ohne Rad. Man kennt die Situation. Du kommst aus dem Buero, oder sonstwoher, und denkst:”ich hatte mein Rad doch hier abgestellt?” Man guckt noch eine Weile rum und fragt sich immer wieder ob das richtig ist, bis die gewissheit kommt, das Rad ist weg.

Eigentlich handelt es sich um einen bewachten Fahrradabstellplatz…. Das einzige was das Wachpersonal anbieten konnte war sich die Aufnahmen der Ueberwachungskameras anzusehen.

Gesucht wird jetzt ein leicht uebergewichtiger Mann in blauem T-Shirt, vermutlich Brillentraeger. Das trifft in Beijing wohl auf etwa 2.485.374 Menschen zu, aber mehr war den Bildern dann auch nicht zu entlocken…

Nicht ungeschickt war die Auswahl des Zeitpunktes. Um 10:09:35 Uhr ist er davongeradelt. Die Meisten Leute sind dann im Buero, das Kaufhaus hatte gerade geoeffnet und die grade hereingestuermte Kundschaft wuerde wohl eine Weile drinnen bleiben.

Die Polizei einzuschalten ist hier wohl genauso sinnvoll, wie es in Berlin waere…. jaja, wir kuemmern uns darum!

Mist! Ausgerechnet jetzt sind die Temperaturen so angenehm, dass man eigentlich jeden Tag mit dem Rad fahren moechte…

STREETS OF BEIJING – 北京的路

Wenn man nach China kommt muss man sich ja an so einiges erstmal gewoehnen… Das Essen ist deutlich anders als bei den chinesischen Restaurants in Europa, man kann nicht unbedingt viel lesen, im Supermarkt findet man kaum bekannte Produkte und der gleichen mehr. An das meiste gewoehnt man sich. Zu erst ans Essen, dann bilden sich Vorlieben heraus, was man im Supermarkt einkauft und man lernt ein paar Schriftzeichen, so dass man nicht staendig auf die Damentoilette geht.

Nach wie vor – nach zwei Jahren – gibt mir der Verkehr allerdings immer noch Raetzel auf und man fragt sich, wieso es nicht viel mehr Tote gibt.

Ich will die oben dargestellte typische Situation mal ein wenig erlaeutern:

Linksabbieger sollten eigentlich den entgegenkommenden Fahrzeugen Vorrang gewaehren. In der Regel wird allerdings rasant beschleunigt, um die Kreuzung noch vor den Geradeausfahrern zu passieren.  Die Geradeausfahrer wissen das auch. Also beschleunigen auch diese, auf das sie noch vor den Linksabbiegern auf die andere Seite kommen. Nicht selten kommt es so zu totalem Stillstand in der Mitte der Kreuzung, der das ende der Gruenphase ueberdauert und so fuer weiteres Chaos sorgt. Die Stockung des Verkehrs wird dann von kleineren Verkehrsteilnehmern wie Fahrraedern und Fussgaengern als Aufforderung verstanden die Kreuzung ebenfalls zu ueberqueeren.

Es gilt grundsaetzlich das Prinzip jede Luecke auszunutzen, die einen kurzfristig wenige Meter weiter ans Ziel bringt. Gerne gesehen ist auch links abbiegen von der Rechtsabbiegerspur, wenn man dort schneller an den Haltestreifen kommt als auf der eigentlich dafuer vorgesehenen Linksabbiegerspur. Oder vor der roten Ampel ueberholen, also auf der Gegenfahrbahn – bei Gegenverkehr versteht sich!

Autos auf dem Radweg, der oft duch einen Gruenstreifen von der Strasse getrennt ist sind keine Seltenheit – gerne auch entgegen der Fahrtrichtung. Sollten die Radfahrer nicht weichen wird mit der Hupe nachgeholfen, denn es gilt das Recht der lauteren Hupe (Vergleiche: Fahrradklingel – Reisebus).