BIG RAIN – 大雨

Nicht nur in Wutaishan hat es geregnet, sondern auch in Beijing. Und es ist passiert, was in Beijing jedes Jahr mindestens einmal passiert: Die halbe Stadt stand unter Wasser. Und wir diesmal mitten drin….

Die Rueckfahrt von Wutaishan, die ohne Zwischefaelle etwa fuenf Stunden dauert, brauchte so von Beijings fuenfter Ringstrasse bis zum Buero weitere fuenf Stunden. Etwa 200 Meter vor unserem Bus spielten sich Szenen ab, die dem oberen Bild gleichen. So habe ich das zum ersten Mal live gesehen. Wir blieben jedenfalls halbwegs trocken und haben die Zeit fuer ein Schlaefchen im Bus genutzt.

Der Regen hielt fuer etwa 18 Stunden an. Im Stadtzentrum Beijings gingen dabei stolze 95 mm Regen nieder. Das ist schon mal nicht wenig. Ueber einem Vorort von Beijing entluden sich dagegen 337 mm Niederschlag!!! Eine Unterfuehrung am dritten Ring soll etwa 2,5 Meter unter Wasser gestanden haben.

Heavy Rain Post

Beijing Rain Post

WUTAISHAN II – 五台山 II

Der zweite Tag in Wutaishan war leider komplett verregnet. Es lohnte sich nicht wirklich die Kamera herumzutragen, daher hier nur Bilder aus der Telefonknipse. Da das Gebirge recht hoch ist, war es nicht nur nass, sondern auch noch kalt. Das hat uns allerdings nicht davon abgehalten die ueber tausend Stufen zu einem Tempel auf einem der Berge hinaufzusteigen. Einige der zahlreichen Pilger haben sich alle zwei Meter hingekniet und mit dem Kopf den Boden beruehrt – trotz reichlich Wasser ueberall.

WUTAISHAN – 五台山

Bueroausflug. Wutaishan ist eines der vier chinesischen Gebirge, die den Buddhisten als heilig gelten. Hier wurde der zweite buddhistische Tempel Chinas errichtet. Heute befinden sich in der Gegend unzaehlige groessere und kleinere Tempelanlagen und Kloester. Bereits im 6. Jahrhundert hatten sich ueber 200 Tempel hier angesiedelt. Seit 2009 gehoert die Gegend als Ensemble zum Weltkulturerbe der Unesco.

HEAVY RAIN – 大雨

Da hat es grade doch glatt mal wieder ein wenig geregnet. Unsere Regenrinne (die in der Mitte etwas durchhaengt) hat das jedenfalls etwas ueberfordert. Waerend des Regens hatten wir fuenf Zentimeter Wasser im Hof und nach zwanzig Minuten war der Spuk auch schon wieder vorbei. Als wir danach zum Essen gegangen sind haben wir vom Besitzer des SERK gehoert, das auf der Strasse auch rund zehn Zentimeter Wasser waren…

SERK

Vor einem Monat hat SERK aufgemacht. SERK ist ein kombinierter Rennradladen mit Café, Bar und Fahrrad-Lobby-Zentrale in unserer Strasse. Wie sollte es anders sein ist einer der Besitzer natuerlich Ex-Architekt. Der Laden ist schick, aber einfach. An den Details erkennt man sofort ambitioniertes Design. Die zwei grossen Glastueren sind mit einem Gegengewicht versehen um leichter beweglich zu sein, die Bar geht direkt bis auf den Terrassenbereich und ist ebenfalls mit einer Glasscheibe gegen winterkaelte zu schuetzten. Erin bewegliches Regal trennt die Bar vom Werstattbereich, aber das beste ist, dass die Raeder alle samt von der Decke haengen und ueber bewegliche Haken an einer Schiene erreichbar sind. Die Besitzer sind ein Australisch-Chinesisches Paar. Neben Rennraedern der High-End-Klasse und der Bar finden noch zahlreiche Aktivitaeten rund ums Fahrradfahren statt. Ausfluege in die Umgebung Beijings, Fahrradtouren mit Galeriefuehrungen, Beijing Bike Week und noch mehr.

SERK

Smarter than car