BAMBOO PAVILIONS

Fuer ein Projekt in Fujian arbeiten wir an einer Serie von Gebaeuden und Pavilions aus Bambus. Ein schoener Anwendungsbereich fuer GRASSHOPPER…..

Ein anderes Projekt und ebenfalls in Yong’an. Staedtebauausstellung, Touristeninformation und “Bambusmuseum”. Obwohl aus dieser Variante nichts geworden ist bin ich ein wenig stolz darauf: Konzept und Modell sind in nur vier Stunden und dreissig Minuten entstanden. Mehr Zeit gab es diesmal nicht….

YONG’AN NORTH – 永安北区

Vor den Ferien hatten wir an einem Wettbewerb teilgenommen, dessen Ergebnis nun feststeht. Ein Gebiet von mehreren Quadratkilometern in Yongan sollte staedtebaulich erschlossen werden. Konzept und Herangehensweise an die Aufgabe fand ich mehr als zweifelhaft. Meine Beteiligung and diesem Wettbewerb beschraenkte ich daher auf technische Fragen und unterstuetzende Grafiken.

YONG’AN NEW BRIDGE – 永安新桥

Ein Folgeprojekt unseres gewonnenen internationalen Staedtebauwettbewerbs in Yongan ist diese Bruecke, die eine Strasse mitten durch unser Wettbewerbsgebiet fuehrt.

TAOYUAN CAVE IN YONG’AN – 桃源洞在永安

Es ist immer wieder schoen, wenn man auf einer dieser anstrengenden Geschaeftsreisen mal einen halben Tag sich ausruhen kann. In diesem Falle hat uns unser Bauherr ausgefuehrt und uns die Taoyuan Grotte in der Naehe von Yong’an gezeigt. Eine Grotte im engeren Sinne ist das eigentlich nicht. Ich wuerde es eher eine Spalte nennen, die die Hauptattraktion hier war. Die Bilder in der zweiten Reihe unten dokumentieren das eigentlich ganz gut.

Dem Herrn Wu aus unserer Gruppe ist die Passage der 76 Meter langen Spalte nicht besonders leicht gefallen, denn sie Ist an der engsten Stelle keinen halben Meter breit, bei einer Tiefe von geschaetzten 30 Metern. Das hat sehr zur Unterhaltung beigetragen muss ich gestehen.

Schliesslich erreicht man die Kuppen der senkrecht aufragenden Felsen, von wo man einen guten Ueberblick ueber den Fluss und die umliegene zerklueftete Landschaft hat. Oben befinden sich ausserdem die Ruinen eines befestigten Wehrdorfes. Die Bewohner gehoerten zu Aufstaendischen Bauern in der Ming Dynastie. Das Dorf konnte lediglich ueber eine Steile Treppe an der Suedseite des Berges erreicht werden, auf der mehrere Tore den Zugang abriegeln konnten (vorletzte Bilderreihe).

SHAXIAN SKETCHES – 沙县草图

In der kleinen Stadt Shaxian in Fujian haben wir grade einen Masterplan fuer ein Mischgebiet mit Villen und Tourismus fertiggestellt. Die Skizzen zeigen ein Clubgebaeude (oben), ein Kulturzentrum, die Einzelhandels- und Empfangsgebaeude am Eingang, sowie einen der drei Villenprototypen, die wir fuer den Masterplan entwickelt haben.

YONG’AN MASTERPLAN – 永安城市规划

Yong’an ist eine “kleine” Stadt mit etwas ueber 320.000 Einwohnern in der Provinz Fujian. Im Zuge der Zunehmenden Urbanisierung des Landes waechst auch diese Stadt sehr schnell. Im Norden und Suedosten der Stadt entstehen grade grosse Industriegebiete. Die Stadt erstreckt sich in Nord-Sued-Richtung entlang des Sha-Flusses. Mitten in der Stadt befindet sich eine riesige Freiflaeche von 200.000 Quadratmetern, auf der sich im Augenblick nur einige Funkantennen und ein paar kleine Gebaeude befinden. An dieser Stelle soll ein See 130.000 Quadratmetern entstehen, an dessen Ostufer hochwertige Bueroflaechen, Einzelhandel und ein Vergnuegungsbezirk angesiedelt sind. Die Bruecke, die den Fluss am Nordende des Grundstuecks ueberspannt wird durch eine neue Haengebruecke ersetzt, die mit ihrem schraeg stehenden Pylon eine neue Landmarke der Stadt bildet. Noerdlich davon entsteht eine Ausstellungshalle, die das “Wohnzimmer der Stadt” ist. Suedlich der Bruecke schliesst die Uferbebauung mit Einzelhandel und Unterhaltungsangebot an. Dem Suedteil der Uferbebauung sind zwei Inseln vorgelagert, die ebenfalls mit Einzelhandel und Unterhaltungsangebot genutzt werden. Hier entsteht eine Situation mit Kanaelen, die von der Hamburger Hafencity inspiriert ist. Zwischen dem noerdlichen und dem suedlichen Teil fungiert ein grosszuegiger Platz als Gelenk und zentraler Anbindungspunkt. Hier befindet sich ein Fuenfsternehotel.

NANJING TULOU 南靖土楼

Einige Tage verbrachten wir in dem Dorf Taxiacun in Nanjing County, einer Gegend, die besonders fuer ihrer grosse Anzahl an Tulou (Erdgebaeude – Earthdwellings) bekannt ist. Diese Gebaeude wurden von Zuwanderern aus dem Norden (Hakka People) errichtet. Sie beherberhten jeweils eine Sippe und dienten der Verteidigung gegen feindlich gesinnte Einheimische. Die Aussenwaende dieser Gebaeude sind oft an der Basis mehrere Meter dick und haben nach aussen nur sehr wenige Fenster und einen einzigen Eingang,.Innen bestehen sie aus einer Holzkonstruktion mit gemauerten Bandwaenden. Das Erdgeschoss beherbergt die Kuechen und Lagenflaechen, mit unter auch noch Staelle oder Wohnraeume, oben sind die Schlafraeume untergebracht. Im Zentrum der Anlagen befindet sich oft noch ein Tempel.

Das wohl bekannteste Ensemble der Gegend ist der Tianluokeng Cluster, auch bekannt als Si Cai Yi Tang – vier Gerichte eine Suppe – weil es sich um vier runde und ein quadratisches Gebaeude handelt. Von einem oberhalb gelegenen Aussichtspunkt kann man sich sehr gut einen Ueberblick verschffen.

46 der Tulougebaeude sind 2008 in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen worden, darunter auch die von Tianluokeng.

Die umgebenden Huegel sind neben diversen Gemuesesorten mit viel Tee bepflanzt. Hier waechst der in China sehr gefragte Tinguanyin (Eisener Buddha), den man hier zu einem Bruchteil des Preises Erwerben kann, den man in Beijing dafuer bezahlen wuerde (etwa ein Zwanzigstel), wenn man ihn direkt bei den Herstellern im Dorf kauft.

Meist traegt in dieser Gegend ein ganzes Dorf den gleichen Familiennamen. So hiess in unserem Dorf fast jeder Chang und im Nachbardorf wohnten die Li’s. Bei einem Besuch im Nachbardorf redeten wir mit einem kleinen Maedchen, das uns fragte, wie unsere Gastwirte heissen. Als wir sagten wir wohnen bei den Chang’s sagte das Maedchen das seien keine Hakka, den die wuerden ja alle Li heissen…

Es gibt noch eine schoene Anekdote zu dem Thema: Im kalten Krieg unter der Regierung von President Reagan wurden die Tulou Gebaeude auf Spionagesaelitenbildern entdeckt und  fuer moegliche Raketenabschussbasen gehalten. Zwei Amerikanische Agenten wurden daraufhin als Touristen in das noch verschlossene China entsandt, um der Sache auf den Grund zu gehen.

XIAMEN und GULANGYU 厦门-鼓浪屿

Xiamen war zunaechst mal unsere Anlaufstelle um weiter nach Nanjing County zu reisen, wo sich viele von Fujians beruehmten Tulou-Gebaeuden befinden. Wir verbrachten einen Nacht in der kolonialen Altstadt Xiamens und durchstreiften die schmalen Strassen. Der nachmittagliche Regen liess die Neonlichter nachts auf den Strassen reflektieren. Den folgenden Morgen traten wir unsere etwa vierstuendige Busreise aufs Land an.

Nach dem wir einige Tage bei den Hakka auf dem Lande verbracht hatten kehrten wir nach Xiamen zurueck und richteten uns in einer Villa auf Gulangyu ein. Gulangyu ist eine Xiamen – selbst eine Insel – vorgelagerte Insel, die fast ausschliesslich mit Villen zuruckgekehrter Ueberseechinesen aus den zwanziger und dreissiger Jahren bebaut ist. Gulangyu ist ausserdem die einzige komplett Autofreie Insel Chinas und auch bekannt als die Klavierinsel. Hier gibt es die Hoechste Klavierdichte pro Kopf und das einzige Klaviermuseum in China. Viele Musiker entstammen diesem Ort.

Die Insel hat eine ueberschaubare Groesse und laesst sich an einem Nachmittag leicht umrunden. Von einem besteigbaren Felsen in der Mitte der Insel kann man sich einen guten Ueberblick verschaffen und es gibt mehrere Gaerten, die man besuchen kann.