TJAMPUHAN HOTEL in UBUD

8° 30′ S, 115° 16′ O

Das Tjampuhan Hotel war wirklich eine gute Wahl. Am nordwestlichen Stadtrand gelegen konnte man sich hier sehr gut dem Troubel des Zentrums entziehen und innerhalb von Minuten war man inmitten der Reisfelder, die die Gegend um Ubud bestimmen.

Die umgebende Landschaft ist bestimmt von sanft abfallenden, fruchtbaren Ebenen, die etwa alle 500 Meter von tiefen Einschnitten durchzogen werden. Hier entwaessern sich die regenreichen Suedflanken der Vulkane Agung und Batur. Das Tjampuhan liegt an einem steilen Abhang eines solchen Einschnitts. Im oberen Teil befinden sich Rezeption und Restaurant, weiter unten sind einzelne Haeuser mit zwei bis sechs Hotelzimmern untergebracht und unten am Fluss befinden sich die zwei Pools und das Spa. Im Spa kann man also eine Massage mit Blick auf den Fluss geniessen.

Die gesamte Anlage ist im balinesischen Stil errichtet und wurde bereits 1929 als erstes Hotel in Ubud errichtet. Wie in jedem balinesischen Haushalt gehoeren auch traditionelle Hinduschreine zur Gartenanlage und es gibt eine reiche Pflanzenwelt. Die Geraeuschkulisse aus Gekkos, Zikaden (tags) und Froeschen (nachts) laesst ein permanentes Dschungelgefuehl entstehen.

Unmittelbar neben dem Hotel befindet sich der gleichnamige Tempel. Dieser ist nicht ueberlaufen und besticht durch seine urspruenglichkeit und die Lage oberhalb des Flusses.

Internet gibt es leider nur in der Bar, dort dafuer als wlan oder auf kostenlos zur Verfuegung stehenden Rechnern. Das Fruehstuecksbuffet ist reichhaltig und abwechslungsreich. Der Service ist zuvorkommend. Die Preise liegen je nach Zimmer oder Villa im durchaus vertretbaren Bereich.

Tjampuhan Hotel

SANUR und PADANG

8° 42′ S 115° 16′ O

Nach den Tagen in Ubud kamen uns die Tage in Sanur wie ein banaler Aufenthalt auf Malle vor. Angenehm war, dass hier offenbar nicht Hauptsaison herrschte und die Straende nicht grade ueberlaufen waren. Es hätte auch schlimmer kommen koennen, wenn wir zum Beispiel in Kuta gelandet wären, von dem wir nur schlechtes gehoert hatten. Dort fährt man zum saufen hin. Gut, ich will Sanur auch nicht schlecht machen, nur nach dem Aufenthalt in Ubud hatte der Ort verhaeltnismaessig wenig zu bieten: Strand halt….
Sehr positiv war allerdings der Ausflug nach Padang zum schnorcheln. Ein kleines Dorf mit einem etwa 150 Meter breitem Strand, einige wenige Cafés und fern ab jeden Trubels. Und wenn man den Kopf erstmal unter Wasser gehalten hat! Leider gibt es davon keine Bilder, denn unsere Unterwasserkamera hat versagt (nächstes Mal vorher ausprobieren!).

TANAH LOT

8° 37′ 16″ S 115° 5′ 12″

Der letzte Tag auf Bali…. Die Rundfahrt begann mit dem morgentlichen Besuch eines traditionellen Markes in Blahbatu, suedlich von Mas. Im Gegensatz zu den Maerkten in Ubud und der naeheren Umgebung ist dieser Markt noch sehr urspruenglich und nicht von Touristenartikeln dominiert. Hier kann man unzaehlige Arten Fruechte kaufen, Blueten und Schalen fuer Opfergaben, allerhand unterschiedliche Gefaesse aus Kokosblaettern und Bambus und dergleichen mehr.

Der naechste Halt des Tages war dann das Dorf Mas, das von Holzverarbeitung in jeder erdenklichen Form bestimmt ist. Hier haben wir einen Esstisch aus einer massiven  10 Zentimeter dicken Mahagoniplatte erstanden (Foto). Neben dem Verkaufsort haben wir auch noch die Werkstatt besichtigt, in der diese Tische hergestellt und verpackt werden.

Auch in Mas waren wir dann noch in einem traditionellen balinesischen Wohnhaus, das zu einer Kaffeplantage gehoert. Dort wurden allerhand Produkte aus oekologischem Anbau angeboten. Neben Gewuerzen, Duftoelen, und Kakao gab es hier auch den speziellen Lawak Kaffee, von dem jeder schon einmal gehoert hat, den aber kaum einer schon Mal probiert hat…. Das ist dieser Kaffee, der von einem etwa katzengrossen Vieh – dem Lawak – gegessen und wieder ausgeschieden wird, was dem Kaffee ein besonders intensives Kaffeearoma verleiht und den ihn zum teuersten Kaffe ueberhaupt werden laesst. Natuerlich haben wir probiert und auch etwas von dem Kaffee mit nach Beijing genommen.

Anschliessend sind wir zum beruehmten Tanah Lot Tempel gefahren, der sich durch seine aussergewoehnliche Lage an der Kueste auszeichnet. Die Anlage ist auf einem Felsen errichtet, der nur bei Ebbe trockenen Fusses zu erreichen ist. Um zu dem Tempel zu gelangen muss man allerdings erst auch noch den kommerziellen Teil ueberwinden, in dem sich Souvenier- und Fressbuden draengen. Lustig mit anzusehen waren die Gruppen von Touristen, die beim posieren fuer Erinnerungsfotos von der Brandung ueberrascht wurden, deren Gischt mitunter meterhoch spritzte.

Den Abschluss des Tages bildete ein Bier mit Sonnenuntergang am Jimbaran Beach.

BALI FLOWERS – 巴厘岛香花

8° 30′ S 115° 16′ O

Auf Bali wächst einfach alles hat man so das Gefühl. Vieles hat man schon Mal Gesehen, einiges kennt man nur von Bildern, anderes ist einem völlig neu. Die Lieblingspflanzen des balinesischen Gärtners scheinen eindeutig Orchideen zu sein. Diese finden sich in allen denkbaren Farben in in grosser Formenvielfalt. Interessant sind aber auch die Früchte aller Art, die diese Insel zu bieten hat. Neben Mangos und Papayas, so etwas ordinärem wie Erdbeeren und Bananen wächst dort auch Kakao und sehr viel Kaffee, den die Balinesen einfach nach dem roesten mahlen und mit Wasser aufgiessen. Das nennt sich dann Copi Bali. Daneben wachsen dort auch allerhand Gewürzpflanzen wie Zimtbaeume und Gewürznelken, eine besonders scharfe Sorte Chilis, Safran und der gleichen mehr.

REISTERRASSEN – 水田

8° 30′ S 115° 16′ O

Balis Vulkane Bilden die Hochpunkte der Insel. Von dort fallen Hänge nach Norden relativ steil, nach Süden sanft ab. Durch die geologischen Aktivitäten ist das Land Ort sehr fruchtbar und auf der Südseite der Insel regnet es sehr viel und Flüsse in tiefen Einschnitten im Land entwässern die Vulkanflanken . Hier herrschen die perfekten Bedingungen fuer den Reisanbau. Der Reis kann hier drei bis vier Mal pro Jahr geerntet werden und Wasser gibt es im Überfluss. Die meisten der Reisterrassen befinden sich auf den vulkanischen Ablagerungen, besonders spektakulaer sind jedoch die, die an den steilhaengen der Flusstäler liegen, so wie die von Tegallalang.

MOUNT BATUR

8° 14′ 18″ S 115° 22′ 39″ O

Eigentlich hätte die Wanderung ja auf den Mount Agung gehen sollen… In touristischen Gegenden muss man sich aber immer klar ausdruecken, drei Mal nachfragen und aufpassen, das man nicht zu Verkaufsveranstaltungen geschleppt wird. Gut, letzteres ist uns hier nicht widerfahren, dafür sind wir auf dem falschen Berg gelandet. Zwei Tage zuvor hatten wir uns einen Guide genommen, der uns durch die Felder und Dörfer geführt hat, dabei eine Menge aufschlussreiche Informationen hatte, ueber Land, Leute, Kultur und Pflanzenwelt. Er hatte auch einen Freund, der professionell und zuverlässig Vulkantouren organisiert. “Gut, anrufen!” haben wir gesagt, um die Agung-tour gleich festzumachen. Wir wurden um 1:30 nachts in unserem Hotel abgeholt, was mir eigentlich an unserem vorhaben gemessen etwas spaet vorkam, aber gut, ist ja ein zuverlässiger, professioneller Gilde…
Mitten in der Nacht, es mag so gegen 2:30 gewesen sein haben wir an einer Station angehalten, um uns vor dem Aufstieg noch etwas zu staerken. Dort gab es auch eine grosse Karte an der Wand und als ich in der Gegend um den Tagung unseren Standort suchte und den zuverlässigen und professionellen guide um Hilfe bat korrigierte er mich: Nicht dort, sondern hier sind wir. Falscher Berg! durchfuhr es mich. Ok, die Tour war günstig gewesen, das hätte mich stutzig machen sollen, schliesslich ist der Bator auch nur halb so hoch… Nörgeln  hilft da auch nicht, also haben wir beschlossen das event zu geniessen statt uns davon die Laune verderben zu lassen. Im Endeffekt war die Tour ja auch nicht schlecht, der Aufstieg drei Stunden kürzer und der Vulkan ist auch aktiver als der andere.
Es ging dann in völliger Dunkelheit los. Wir haben eine kleine Taschenlampe bekommen und einen Bambusstab. Das einzige, was man zunächst von der Umgehung mitbekommen hat, war wie das Gelände steiler wurde und sich der Grund auf dem man lief veränderte. Erst nach etwa zwei Stunden, als wir uns dem Gipfel näherten schaelte sich der Berg langsam aus der Dunkelheit. Der Sonnenaufgang blieb uns leider verwaehrt. Eine relativ dichte Wolkendecke liess nur vereinzelt Strahlen durch. Die Tour ging nach einem kleinen Imbiss auf dem Gipfel weiter an einigen Kratern vorbei. Gipfel und Umgebung bieten insgesamt sieben Krater, die alle zum selben Berg gehoeren. Jeder der vergangenen  Ausbrüche in diesem Jahrhundert und im letzten hat einen hinterlassen. Zu zweien gehörten auch noch ausgedehnte Lavafelder, teilweise so frisch, dass noch keine gruene Haut sich darüber legen konnte. Als schwarzer Teppich dehnen sie sich am Fusse des Berges aus. An den Rändern der Krater dampft und raucht es heftig, immerwieder kleine Loecher am Wegesrand, an denen man sich die Hände waermen kann, denn in 1700 Metern Hoehme ist es etwas frischer, als im tropischen Ubud.
Die Bewohner des Berges sind Affen. Vulkane gelten in Indonesien als heilige Berge. Allen voran der Merapi, der immer wieder in den Schlagzeilen von sich reden macht. Der Tagung gilt als Splitter des Merapi und ist somit auch der heiligste Berg auf Bali. Obwohl ser Bator sich dem unterzuordnen hat ist auch er heilig und somit auch die Affen. Im Gegensatz zu den Affen im Monkey Forrest (dazu komme ich spaeter) sind die Affen hier nicht aggressiv, sondern eher neugierig. Eine Gruppe tauchte am Wegesrand auf, um zu sehen, was wir dort denn so treiben. Einer setzte sich etwa einen Meter neben mich auf einen Felsen und geahnte erstmal gelangweilt.
Der Abstiegt fuehrte ueber teils geroellige Pisten steil nach unten. Am Fusse des Berges erkannten wir, was wir beim Aufstieg in der Dunkelheit nicht gesehen hatten: der Weg fuehrte durch ein ehemaliges Dorf, von dem nicht mehr als die Grundmauern standen. es war bei einem Ausbruch vernichtet und aufgegeben worden.

Tour mit Guide: nicht mehr als 350.000 Rp pro Person bezahlen.
Abfahrt in Ubud ca. 1:20
Mittags wieder in Ubud.

BALI – HONGKONG 巴厘岛 – 香港

8° 30′ S 115° 16′ O – 8° 42′ S, 115° 16′ O – 22° 18′ N 114° 10′ O

Zurueck von Bali… und klasse war’s! Das Thema wird mich hier wohl noch ein bissl beschaeftigen. Hier erstmal ein grosser apetizer, denn ich bin mit der Bearbeitung der Fotos natuerlich noch lange nicht durch. selbst fuer eine komplette Sichtung hat es bisher noch nicht gereicht. Soviel sei aber schon verraten: Es gab eine Vulkanbesteigung, eine koenigliche Bestattungszeremonie, Affen, Reisterrassen, Urwald, Hindutepel, Strand und einiges mehr.