BAOTOU 包头市

Ein Wettbewerb, den wir grade in Baoutou beendet haben: Ein relativ kleines Einkaufszentrum mit 18.000 Quadratmetern Verkaufsflaeche.

Ich bin inzwischen immer froh ueber kleinere und somit ueberschaubarere Projeke. Diese lassen sich einfach besser haendeln und man kann sie etwas detaillierter bearbeiten.  Auch ist es nicht immer so ganz einfach den Renderleuten zu beschreiben, wie das Bild am Ende aussehen soll, aber wir naehern uns langsam an.

Zeit ist wie immer knapp, daher nur zwei Bilder…

FENGNING BASHANG 丰宁坝上

Bashang ist eine ganze Region in Hebei, in der es Ausgedehnte Graslandebenen gibt, fuer die die Innere Mongolei eigentlich bekannt ist. Die Beijinger kommen hier her um zu reiten und mit Gelaendewagen und Quatbikes durch die Gegend zu heizen.

Wir waren zwei mal innerhalb von zwei Wochen hier. Zunaechst haben wir ein paar Freunde begleitet, die uns eine Mitfahrgelegenheit angeboten hatten, das zweite mal kamen wir mit meiner Firma. Die zeitliche Naehe war dabe reiner Zufall. Was mich hier am meisten beeindruckt hate, waren die Sonnenutergaenge, die mit schoener Regelmaessigkeit kraeftig rot ausgefallen sind.

Die tonemapping – Bearbeitung unterstreicht diesen Effekt natuerlich, aber ich bin geneigt zu behaupten, die Sonnenuntergaege sahen wirklich so aus…

INNERE MONGOLEI 內蒙古

Ende Juni dieses Jahres fuehtre mich mein Weg in die Innere Mongolei (ebenfalls bloglose Zeit).  Wir bestiegen ein Flugzeug nach Wuhai, einer Industriestadt an den Ufern des Gelben flusses, die waerend der letzten 20 Jahre oder so aus dem Boden gestampft wurde und ansonsten mitten in der Wueste liegt. Hintergrund des Besuchs in Wuhai war die Anbahnung eines Projekts.

Am naechsten Tag ging die Reise weiter nach Ordos zum Familienbesuch. Ordos ist ebensoeine Stadt, von der vor 20 Jahren noch niemend etwas gehoert hatte. Unter Architekten wurde der Ort etwas bekannter durch die “Ordos 100″, einer Wohnanlage aus einhundert Villen von einhundert jungen Architekturbueros. Ordos ist als Reiseziel jedoch etwas interessanter: Hier kann man Ausfluege in die Wueste unterenhmen, es gibt einen Ort, an dem der Sand singt, wovon allerdings bei unserem Besuch nicht viel zu hoeren war, weil es am Vortag geregnet hatte. In der Naehe von Ordos gibt es ausserdem ein Dschingis Kahn Mausoleum. Begraben ist er hier nicht wirklich – seine Grabstaette ist unbekannt – aber der Ort ist seit langer Zeit seine offizielle Gedenkstaette und wird seit Generationen von denn Nachfahren eines Auserwaehlten Dorfes bewacht. Westlichen Besuchern mutet dieser Ort allerdings wie ein Themenpark an. Eine grosse Gruppe uebermenschlich grosser Krieger und uebergrosse Jurten, eine gigantische Gedenksaeule, ein Platz in Form einer Weltkarte mit den mongolischen Eroberungen, ein Museum in Form eines mongolischen Schriftzeichens und so weiter…. alles in alleam eine eher lahme Vorstellung. Die Innere Mongolei hat definitiv bessere Ecken. Der naechste Trip dort hin geht dann vielleicht nach Hohot, von dem ich bisher eigentlich nur positives gehoert habe.

Am interessantesten von allem war allerdings der Familienteil. Zum ersten Mal war ich bei diesem Teil der Familie meiner Frau zugast und die Menschen der InnerenMongolei sind ein eigener Schlag. Fruehstueck bestehend aus Joghurt und Milchtee. Klingt erstmal nicht schlecht… der tee ist mitunter gesalzen, man tut eine Art Kaese hinein, ausserdem verschiedene andere Dinge wie Fleisch und Getreide (Hirse?)… aber der Joghurt ist super! Gegessen wird ansonsten immer reichlich. Vor allem viel Schafs- und Ziegenfleisch. Und gerunken wird auch viel. Man erzaehlte mir die Hirten seien frueher bei der Arbeit den ganzen Tag auf dem Ruecken eines Pferdes unterwegs gewesen. Zum Fruehstueck gab es daher drei Pfund Fleisch und eine Ration Schnaps als Tagesration. uiuiui… Das Scheint sich alles bis in die heutige Zeit erhalten zu haben. Keine Malzeit ohne Schnaps! Die Teehaeuse in der Gegend fuehren alle Hochprozentiges, das sie ansonsten keine Kundschaft haetten. Wenn man dann bei so einem Essen als Hauptgast eingeladen ist kommt man nicht umhin mit jedem ein Glas zu trinken, und zwar restlos und keine “Fingerhuete”. Bei fuenfzehn bis zwanzig Anwesenden kann so ein Essen dann ganz schoen anstrengend werden, vor allem wenn sich das ganze abends wiederholt.

Huanghe

Grassland

Nasenpiercing

Kamelraststaette

Wuestenrand

Familienessen

Dschingis Kahn Maosoleum

Mongolische Landmarke

Ordos Museum