WAY TO WORK

Beijing galt frueher als die Stadt der Fahrradfahrer – heute ist Beijing eher die Stadt der Staus…. Ein Grund mehr, sich auf’s Fahrrad zu setzen!

Die Stadt ist dem klassischen Idealbild einer chinesischen Stadt folgend in einem nach Sueden ausgerichteten Raster angelegt. Fuer den Radweg zur Arbeit bieten sich daher zahlreiche Moeglichkeiten: links, rechts, links rechts, bis man da ist. Theoretisch komme ich mit einmal rechts abbiegen auch ans Ziel. Eine Zeit lang habe ich alle moeglichen Wege ausprobiert und einer hat sich als der schnellste und schoenste herauskristallisiert (auch wenn ich zugeben muss den Drum Tower und die Guloudongdajie abends wegen zu vielen Menschen auf der Strasse zu meiden). Der morgendliche Weg fuehrt durch das historische Zentrum, dessen wichtigste Staetten sich entlang der Nors-Sued-Achse aufreihen. Gleichzeitig sind diese Strassen relativ wenig von Autos befahren und ein Teil der Strecke ist von schattenspendenden Baeumen gesaeumt.

Gegenueber anderen Methoden ins Buero zu gelangen hat das Rad hier noch weitere Vorteile. Der Weg mit der U-Bahn nimmt inklusive Erreichen der Station und des Bueros in etwa vierzig bis fuenfundvierzig Minuten in Anspruch. Mit einem Auto oder Taxi wuerden man in der rush hour wohl stecken bleiben und daher in etwa genau so lange brauchen. Einen Bus vergessen wir mal, das dauerte dann noch laenger. Mit dem Fahrrad, habe ich die Strecke von etwa neun Kilometern schon einmal in neunzehn Minuten und dreissig Sekunden geschafft, die letzten Meter durch unseren Hutong nicht mitgerechnet (das wuerde jeden Schnitt ruinieren!).