RENEWAL – 修房子

Wir renovieren. Eigentlich bauen wir eher um… Kernstueck der Operation ist es Kueche und Bad miteinander zu vertauschen. Klingt einfacher als es ist. Es ist der vierte Tag und von den alten Funktionen ist nicht mehr viel zu sehen. Am ersten Tag verschwand die Kueche, am ende des zweiten war dann auch das Bad weg und wir hatten einen neuen Tuerdurchbruch zwischen beiden Raeumen.Der dritte Tag bescherte uns eine neue Fensteroeffnung und einen tiefen Schacht fuer eine neue Abwasserleitung, plus eine grosse Menge kleinerer Eingriffe fuer die Fuehrung von neuen Strom und Wasserleitungen. Heute werden die neuen Leitungen verlegt und die Wawnde mit einem Grundputz versehen.

Wie das ganze am Ende aussehen soll kann man HIER sehen…..

BXQ3T – 北新桥三条

Nach anfaenglichen Traeumereien scheint die Sache nun Form anzunehmen: wir werden unseren Hof etwas umbauen. Zwar ist dieser nur gemietet, die Miete wird dafuer auf drei Jahre auf einem annehmbaren Niveau festgeschrieben.

Wichtigste Neuerung wird sein, dass wir die Kueche mit dem Bad vertauschen, so dass man nicht mehr ueber den Hof in die kueche gehen muss. Beide Raeume werden bei der Gelegenheit neu ausgestattet.

Die etwas unansehnliche Trennwand zwischen Wohnzimmer und Esszimmer / Arbeitsraum wird gegen ein Einbauregal ausgetauscht. Sieht erstens besser aus und loest unser Buchproblem.

Unser Einbauschrank in der Suedwestecke wird mit einer Schiebetuer ausgestattet. In der linken Haelfte wird weiterhin die Waschmaschiene stehen. Rechts wird wohl eher ein Stauraum bleiben und nicht das oben zu sehende Mini-Office, dies ist eher eine Variante fuer unsere Nachmieter.

Was noch nicht zu Ende gedacht ist, ist wie sich die Hoffassade zu den vertauschten Nassraeumen verhaelt. Fest steht, dass die zukuenftige Kueche ein groesseres Fenster benoetigt und das Bad ein kleineres.

FULINGONG – 福林宫

SIHEYUAN – 四合院

FULINGONG – 福林宫

Wegen der vielen Nachfragen: so sieht es nun bei uns innen aus. Das Gruen ist zum Ueberwintern drinnen. Das meiste davon kommt im Fruehjahr wieder raus.

SIHEYUAN – 四合院

Die Fotos im letzten Siheyuan Post gehoerten nicht zu unserem kleinen Hof, dieser war unserem allerdings sehr aehnlich. Hier nun ein paar Bilder von dem Hof, den wir tatsaechlich gemietet haben.

SIHEYUAN – 四合院

Hofhaus…. Mein Wohntraum…. Wir haben uns schon lange ueberlegt, das es schoen waere das in die Tat umzusetzen. Allerdings sind die Preise dafuer astronomisch. Vor allem, wenn man so ein Hofhaus kaufen will. Die Preise fuer eine Wohnung in Beijing sind schon nicht ganz ohne, wenn man sie zum Beispiel mit Preisen aus Berlin vergleicht. Eine Wohnung von etwas niederem Standard kostet je nach Lage 25.000 – 30.000 RMB pro Quadratmeter. Eine Neubauwohnung gibt es im Stadtzentrum – also innnerhalb des vierten Rings – ab 40.000 RMB. Wenn man ein Hofhaus kaufen will faengt es dann so bei 70.000 RMB pro Quadratmeter an (also etwa 7.500 Euro/qm). Fuer 10.000.000 Yuan bekommt man also etwa 140 Quadratmeter wenn man Glueck hat.

Der Hof fuer uns darf also nicht zu gross sein. Wir haben nun einen gefunden – in der Naehe unserer Wohnung – der zur Miete noch erschwinglich ist. 8.000 pro Monat soll das ganze kosten und dafuer gibt es beschauliche 100 Quadratmeter Gesamtflaeche. Die Zweitwohnung der Schwiegereltern, in die wir uns auf Grund der Lage am AdW weigern einzuziehen, koennen wir vermieten und damit die Miete auf ein ertraegliches Mass subventionieren.

Gekauft wuerde der Hof ca. 7.000.000 Yuan kosten. Wenn man sich nun ausrechnet, wie lange man denn Hof fuer den Kaufpreis mieten kann, kommt man auf ueber siebzig Jahre. Wer will da noch einen Hof kaufen……?

CHUANDIXIA und BAIYUCUN – 爨底下 和 柏峪村

27. April 2009

Chuandixia war gestern unser Ziel – in kleines Dorf, bestehend aus etwa 70 Siheyuan (Hofhaeusern) aus der Ming- und Qingdynastie. Kein einziges modernes Haus weit und breit. Die Anreise musste frueh beginnen, so stand ich um halb sechs auf, um um sieben Uhr fuenzehn in Gong Zhu Fen zu sein. Von dort weiter mit der U-Bahn zum Ping Guo Yuan, der kein Apfelgarten ist, was der Name vermuten liesse, sondern ein banaler Vorort mit Stahlwerk. Aber auch Stahlwerke haben ihren Reiz… Hier sind wir in einen Bus uebergewechselt, der uns fuer sagenhafte 7,2 Yuan (weniger als einen Euro) zweieinhalb Stunden in die Berge geschaukelt hat.
Chuandixia ist eines dieser Doerfer in China die Eintritt kosten – solange dies dem Erhalt und der Urspruenglichkeit dienlich ist bin ich aber sehr damit einverstanden. Die Dorfwebseite hat aber nicht zu viel versprochen, ausser das auf den Fotos keine Touristenmassen zu sehen waren. Die verliefen sich aber nach einer Weile auch in der Gegend, so das es beim zweiten Rundgang durchs Dorf moeglich war touristenfreie Fotos zu bekommen. Zuvor hatten wir eine neben dem Ort gelegene Anhoehe mit dem Dorftempel bestiegen. Immer wieder haben wir Huegel und kleine Berge erklommen, um uns eine neue Perspektive zu verschaffen.
Anschliessend sind wir die Dorfstrasse weiter bergauf gegangen, um zu einer Klam zu gelangen, deren Name so viel bedeutet, wie “Der Himmel ist eine Linie”. Hat gehalten, was der Name versprach…
Weiter ging es ueber Huegel und durch zerkueftete Schluchten, in ein Tal hinein und wieder heraus (wir hatten beschlossen die romantische Phantasie uns zu verirren aufzugeben). Vorbei an Hinweisen wie ” Dieser Weg ist gefaehrlich!”, “Dieser Weg ist jetzt wirklich gefaehrlich!” und “Betreten verboten!”, entlang an Abgruenden und ueber Strickleitern und wackelige Bruecken sind wir wohlbehalten am Ausgangspunkt angekommen.
War aber noch nicht genug. Den Bus zurueck hatten wir schon lange zu Gunsten einer Privatautofahrt fuer 150 Yuan sausen lassen (fuhr um 15:30). Uebernachten waere uebrigens auch eine guenstige Alternative gewesen: 15 Yuan, also etwa zwei Euro. Also nochmal rauf auf den Berg gegenueber…. Vom grandiosen Ueberblick belohnt traten wir wieder den Abstieg an.
Der urspruenglich organisierte Fahrer roch nach Schnaps, brachte aber gleich einen nuechternen Kumpel mit, der uns an seiner statt gefahren hat. Unterwegs wurden von einigen Sammlern Waldkreuter eingeladen, die uns im Auto mit ihren Ausduenstungen betoerten: Der etwas andere Duftbaum. Die Kombination mit Kurvenreicher Strasse und rasantem Fahrstiel loeste bei gewissen Peronen nicht grade Begeisterung aus, so war das Abendessen rausgeschmissenes Geld…
Alles in Allem ein erlebnisreicher Tag!

29. August 2010

Wir waren wieder in Chuandixia. Diesesmal waren die Berge gruen und wir sind auch noch in ein weiteres Dorf etwas oberhalb von Chuandixia gefahren: Baiyucun. Neben vielen weiteren originalen Hofhaeusern haben wir hier auch noch einige verlassene Hoefe entdeckt, von denen einer auch betretbar war. Hier entstanden einige sehr schoene Aufnahmen, die wirken, als ob die Bewohner don Ort  eben erst vor zwanzig Jahren verlassen haetten.