NINGBO DAILY NEWS GROUP – 宁波日报集团

Unser erster internationaler Wettbewerb! Eigentlich haetten wir dafuer ja jede Menge Zeit gehabt. Aber auf Grund zahlreicher anderer Termine (wie im Vorfeld erwaehnt) haben wir das Ding in zwei Wochen gemacht. Dem waren dann auch die ueber 100 Stunden Arbeit allein in der letzten Woche zu verdanken (grrrr). Wirklich moegen tu ich das Gebaeude eigentlich auch nicht, obwohl ich vom Ergebnis letzten endes doch positiv ueberrascht bin. Die groessten Bauchschmerzen habe ich hier bei den Grundrissen (, die nicht von mir stammen). Zwei grosse Neuerungen gab es dabei fuer uns. Erstens: der Bauherr wusste dieses Mal genau was er will und hat ein gut ausgearbeitetes Raumprogramm zur Verfuegung gestellt, was hier eher die Seltenheit ist. Zweitens haben wir zum ersten Mal richtige Praesentationspanels gemacht, da der Wettbewerb zwar nicht anonym, aber doch ohne Praesentation von statten geht.

YONG’AN MASTERPLAN – 永安城市规划

Yong’an ist eine “kleine” Stadt mit etwas ueber 320.000 Einwohnern in der Provinz Fujian. Im Zuge der Zunehmenden Urbanisierung des Landes waechst auch diese Stadt sehr schnell. Im Norden und Suedosten der Stadt entstehen grade grosse Industriegebiete. Die Stadt erstreckt sich in Nord-Sued-Richtung entlang des Sha-Flusses. Mitten in der Stadt befindet sich eine riesige Freiflaeche von 200.000 Quadratmetern, auf der sich im Augenblick nur einige Funkantennen und ein paar kleine Gebaeude befinden. An dieser Stelle soll ein See 130.000 Quadratmetern entstehen, an dessen Ostufer hochwertige Bueroflaechen, Einzelhandel und ein Vergnuegungsbezirk angesiedelt sind. Die Bruecke, die den Fluss am Nordende des Grundstuecks ueberspannt wird durch eine neue Haengebruecke ersetzt, die mit ihrem schraeg stehenden Pylon eine neue Landmarke der Stadt bildet. Noerdlich davon entsteht eine Ausstellungshalle, die das “Wohnzimmer der Stadt” ist. Suedlich der Bruecke schliesst die Uferbebauung mit Einzelhandel und Unterhaltungsangebot an. Dem Suedteil der Uferbebauung sind zwei Inseln vorgelagert, die ebenfalls mit Einzelhandel und Unterhaltungsangebot genutzt werden. Hier entsteht eine Situation mit Kanaelen, die von der Hamburger Hafencity inspiriert ist. Zwischen dem noerdlichen und dem suedlichen Teil fungiert ein grosszuegiger Platz als Gelenk und zentraler Anbindungspunkt. Hier befindet sich ein Fuenfsternehotel.

LANGFANG CLOU COMPUTING – 廊坊云计算

Langfang liegt Suedoestlich von Beijing in der Provinz Hebei. In einem Industriegebiet der Stadt planen wir eine grosse Serverfarm. Das Windmuehlenfoermige Gebaeude beherbergt vier viergeschossige Hallen fuer die Rechner. Verbunden sind diese Hallen durch Buerotrakte, die jeweils einer Halle zugeordnet sind. Den zentalen Raum bildet ein grosszuegiges Atrium, in dem die Erschliessung und ein gemeinsamer Besprechungsbereich untergebracht sind. Zusaetzlich gehoeren ein Angestelltenwohnheim, ein Gaestehaus, ein Entertainmentkomplex und drei Businessvillen zu dem Ensemble.

UEBERSTUNDEN – 超时工作

Tja, nun bin ich fast zwei Monate nicht dazu gekommen etwas in mein blog zu schreiben…. Da war zunaechst die Zeit um das Freuhlingsfest, wo jeder Bauherr seinen Kram vorher erledigt haben will. Also: deadline, deadline, deadline. Dann eine Woche frei, die ich genutzt habe um drei Fotobuecher zu layouten. Fertig geworden ist allerdings keines davon.  Nach den Ferien kam dann die Zeit, in der alle Bauherren mit neuer Energie neue Projekte angehen. Das hiess dann wieder deadline, deadline, deadline….

Das dicke Ende kam dann in der letzte Woche. Da kam ich mal eben auf 100 Wochenstunden mit anschliessender Reise nach Ningbo. Jetzt bleib ich erstmal ein paar Tage zu Hause, damit ich am Montag mit neuere Energie nach Sahoguan in Guangdong fliegen kann.

CHONGQING CLOUD COMPUTING – 重庆云计算中心

Ein Grossteil dieses Projektes mit staedtebaulichen Dimensionen besteht aus flachen Hallen in denen ausschliesslich Computer stehen. Das Programm wird ergaenzt durch einen langgestreckten Verwaltungsbau, wuerfelfoermigen Buerogebaeuden mit Innenhoefen und vertikalen Appartmenthaeusern.

LIN DIAN SPORTS COMPLEX – 林甸体育馆

Der Lin Dian Sportkomplex Besteht aus einer Schwimm- und einer Sporthalle. Vorogesehen sind insgesamt etwa 2500 Zuschauerplaetze, ein 50 Meter Schwimmbecken, 3 Baketballfelder und die dazugehoerige Infrastruktur  sowie Nebenraeume. Die Inspiration kommt von den in der Gegend um Lin Dian reichlich vorhandenen Schilfflaechen, in denen zahlreiche Wasservogelarten nisten. Die Materialien sind mit einer Palette aus Grau, Weiss, Braun und Gruen den Vorbildern suedchinesischer Gaerten entnommen.

CAMBODIA PROJECT – 柬埔寨项目

Der neuste kreative Auswurf: Ein mixed-use-complex am Suedrand von Phnom Penh. Das Programm setzt sich aus einem Kaufhaus, einem Bueroturm, einem Hotel sowie Wohnungen zusammen. Der Einzelhandelsteil ist sinniger weise im Sockel untergebracht, die anderen Funktionen erhalten jeweils einen Turm.

Stilpraegend waren die Eindruecke, die ich von der Khmer-Architektur gewonnen hatte. Die umlaufenden Balkone stellen einerseits ein verknuepfendes Element zur pagodenartigen Sakralarchitektur der Khmer her und dienen gleichzeitig zur Verschattung der Fensterflaechen.

Die groesste Herausforderung bei diesem Projekt war der aeusserst unregelmaessige Zuschnitt des Grundstuecks. Die Tuerme wurden strickt an den Himmelsrichtungen ausgerichtet und der Sockel vermittelt zwischen diesen und der Grundstuecksgrenze, wobei um das Gebaeuder herum platzartige Situationen geschaffen wurden.

BEIJING MIXED USE COMPOUND

Kuerzlich haben wir ein Konzept fuer einen “Mixed Use Complex” im Osten Beijings erstellt. Die Idee war, das die vorhandene Umgebung sich in den kommenden Jahren auf unvorhersehbare Weise stark veraendern wird, das das Gebiet im Bereich der CBD Osterweiterung liegt. Augenblicklich ist dort nur eine kleinteilige Bebauung von geringer Qualitaet vorhanden. Die Loesung fuer das Gestellte Problem sollte eine Struktur mit Landschaftscharakter sein, die sich selber legitimiert. Die genutzten Elemente repraesentieren daher Huegel, Berge und Taeler und schaffen so ein der Funktion angepasstes Ensemble.

Dem Bauherren war diese Herangehensweise leider mal wieder zu experimentell.

Jeder Bauherr in diesem Land geht immer auf Nummer Sicher. Keine Privater Bauherr experimentiert, geplant wird nur, was sich mit maximalem Gewinn verkaufen laesst, gute Ideen bleiben dabei meist auf der Strecke, solange sie nicht direkt mit Gewinnmaximierung zu tun haben. Daher fehlen auch die guten Vorbilder und die Katze beisst sich in den Schwanz….

CHANGCHUN – 长春

Dies ist eine beauftragte Studie zu einer Stadtplanungs-Ausstellungshalle in Changchun. Gegenstand der Ausstellung soll – wie so oft in China – die Planung eines neuen Stadtteils sein, der komplett mit allem drum und dran neben die bestehende Stadt gebaut wird. Inspiration haben wir hier in den Skulpturen Henry Moores und einem Pfirsichkern gefunden.

Das grosse Oberlicht beleuchtet hier das Foyer und die Haupttreppe, sowie ein grosses Stadtmodell im Innenraum.