YONG’AN MASTERPLAN – 永安城市规划

Yong’an ist eine “kleine” Stadt mit etwas ueber 320.000 Einwohnern in der Provinz Fujian. Im Zuge der Zunehmenden Urbanisierung des Landes waechst auch diese Stadt sehr schnell. Im Norden und Suedosten der Stadt entstehen grade grosse Industriegebiete. Die Stadt erstreckt sich in Nord-Sued-Richtung entlang des Sha-Flusses. Mitten in der Stadt befindet sich eine riesige Freiflaeche von 200.000 Quadratmetern, auf der sich im Augenblick nur einige Funkantennen und ein paar kleine Gebaeude befinden. An dieser Stelle soll ein See 130.000 Quadratmetern entstehen, an dessen Ostufer hochwertige Bueroflaechen, Einzelhandel und ein Vergnuegungsbezirk angesiedelt sind. Die Bruecke, die den Fluss am Nordende des Grundstuecks ueberspannt wird durch eine neue Haengebruecke ersetzt, die mit ihrem schraeg stehenden Pylon eine neue Landmarke der Stadt bildet. Noerdlich davon entsteht eine Ausstellungshalle, die das “Wohnzimmer der Stadt” ist. Suedlich der Bruecke schliesst die Uferbebauung mit Einzelhandel und Unterhaltungsangebot an. Dem Suedteil der Uferbebauung sind zwei Inseln vorgelagert, die ebenfalls mit Einzelhandel und Unterhaltungsangebot genutzt werden. Hier entsteht eine Situation mit Kanaelen, die von der Hamburger Hafencity inspiriert ist. Zwischen dem noerdlichen und dem suedlichen Teil fungiert ein grosszuegiger Platz als Gelenk und zentraler Anbindungspunkt. Hier befindet sich ein Fuenfsternehotel.

LANGFANG CLOU COMPUTING – 廊坊云计算

Langfang liegt Suedoestlich von Beijing in der Provinz Hebei. In einem Industriegebiet der Stadt planen wir eine grosse Serverfarm. Das Windmuehlenfoermige Gebaeude beherbergt vier viergeschossige Hallen fuer die Rechner. Verbunden sind diese Hallen durch Buerotrakte, die jeweils einer Halle zugeordnet sind. Den zentalen Raum bildet ein grosszuegiges Atrium, in dem die Erschliessung und ein gemeinsamer Besprechungsbereich untergebracht sind. Zusaetzlich gehoeren ein Angestelltenwohnheim, ein Gaestehaus, ein Entertainmentkomplex und drei Businessvillen zu dem Ensemble.

SHIDU NATIONAL GEOPARK – 十渡国家地质公园

Jede chinesische Firma, die etwas auf sich haelt, veranstaltet ein grosses Neujahrsevent, das meist zwischen dem westlichen und dem chinesischen Neujahr liegt. Mal wird das als Ausflug bezeichnet, mal als Feier, in unserem Falle wurde es Konferenz genannt. Egal, welchen Mantel die Sache traegt eint diese Veranstaltungen doch immer, das man dazu an einen netten Ort faehrt. Wir waren im Shidu Geopark im Suedwesten von Beijing. Leider sieht man bei diesesn Ausfluegen immer nur einen kleine Ecke der ausgewaehlten Gegend, weil der Zeitplan dicht gedraengt ist und mit Reden und Spielchen vollgepackt ist. Allerdings waren die Temperaturen auch nicht grade eine Aufforderung zum herumlaufen. Diese Bilder stammen also alle aus der unmittelbaren Umgebung des Hotels.

LIN DIAN SPORTS COMPLEX – 林甸体育馆

Der Lin Dian Sportkomplex Besteht aus einer Schwimm- und einer Sporthalle. Vorogesehen sind insgesamt etwa 2500 Zuschauerplaetze, ein 50 Meter Schwimmbecken, 3 Baketballfelder und die dazugehoerige Infrastruktur  sowie Nebenraeume. Die Inspiration kommt von den in der Gegend um Lin Dian reichlich vorhandenen Schilfflaechen, in denen zahlreiche Wasservogelarten nisten. Die Materialien sind mit einer Palette aus Grau, Weiss, Braun und Gruen den Vorbildern suedchinesischer Gaerten entnommen.

CAMBODIA PROJECT – 柬埔寨项目

Der neuste kreative Auswurf: Ein mixed-use-complex am Suedrand von Phnom Penh. Das Programm setzt sich aus einem Kaufhaus, einem Bueroturm, einem Hotel sowie Wohnungen zusammen. Der Einzelhandelsteil ist sinniger weise im Sockel untergebracht, die anderen Funktionen erhalten jeweils einen Turm.

Stilpraegend waren die Eindruecke, die ich von der Khmer-Architektur gewonnen hatte. Die umlaufenden Balkone stellen einerseits ein verknuepfendes Element zur pagodenartigen Sakralarchitektur der Khmer her und dienen gleichzeitig zur Verschattung der Fensterflaechen.

Die groesste Herausforderung bei diesem Projekt war der aeusserst unregelmaessige Zuschnitt des Grundstuecks. Die Tuerme wurden strickt an den Himmelsrichtungen ausgerichtet und der Sockel vermittelt zwischen diesen und der Grundstuecksgrenze, wobei um das Gebaeuder herum platzartige Situationen geschaffen wurden.

BEIJING MIXED USE COMPOUND

Kuerzlich haben wir ein Konzept fuer einen “Mixed Use Complex” im Osten Beijings erstellt. Die Idee war, das die vorhandene Umgebung sich in den kommenden Jahren auf unvorhersehbare Weise stark veraendern wird, das das Gebiet im Bereich der CBD Osterweiterung liegt. Augenblicklich ist dort nur eine kleinteilige Bebauung von geringer Qualitaet vorhanden. Die Loesung fuer das Gestellte Problem sollte eine Struktur mit Landschaftscharakter sein, die sich selber legitimiert. Die genutzten Elemente repraesentieren daher Huegel, Berge und Taeler und schaffen so ein der Funktion angepasstes Ensemble.

Dem Bauherren war diese Herangehensweise leider mal wieder zu experimentell.

Jeder Bauherr in diesem Land geht immer auf Nummer Sicher. Keine Privater Bauherr experimentiert, geplant wird nur, was sich mit maximalem Gewinn verkaufen laesst, gute Ideen bleiben dabei meist auf der Strecke, solange sie nicht direkt mit Gewinnmaximierung zu tun haben. Daher fehlen auch die guten Vorbilder und die Katze beisst sich in den Schwanz….

Live from scene…

Geschaeftsessen. Zhengzhou, wo ich vor ein paar Jahren als Lehrer für drei Monaze residierte… Der Schnaps ist neu, die leute teilweise alt… Neu ist auch noch das die farbe Zouu’s Gesichts mit der des Vorhangs harmoniert. Ausserdem neu: Tintenfischeier, schon mal gegessen? Der Tisch ist voll und man fragt sich ob das schon alles sein soll… So schnell gewöhnt man sich an diese Essen. Es wurde ja dann auch noch mehr… Der Fisch wird aufgetragen. Der Kopf zeigt auf Xia Laoshi, aber er tastet ihn nicht an. Alle müssen warten. Endlich. Hatte mich schon gefragt, ob es sehr unhöflich wäre ihn drauf aufmerksam zu machen… Teewaser wird nachgegossen. Aeusserst kunstvoll! Der Alk hat 50 Volt, das merkt man so langsam… Das halbe Esses bleibt ungegessen. Schade eigenich, aber so ist das eben.

CHANGCHUN – 长春

Dies ist eine beauftragte Studie zu einer Stadtplanungs-Ausstellungshalle in Changchun. Gegenstand der Ausstellung soll – wie so oft in China – die Planung eines neuen Stadtteils sein, der komplett mit allem drum und dran neben die bestehende Stadt gebaut wird. Inspiration haben wir hier in den Skulpturen Henry Moores und einem Pfirsichkern gefunden.

Das grosse Oberlicht beleuchtet hier das Foyer und die Haupttreppe, sowie ein grosses Stadtmodell im Innenraum.

WUZHAI COUNTY – 五寨县

Da habe ich doch mal wieder Glueck gehabt…. Gut, etwas stressig war es schon, aber wann sind Geschaeftsreisen das nicht? Zunaechst vier Stunden mit dem Zug nach Taiyuan, dort Abendessen (um 10:00) und am naechsten Morgen um 6:00 im Auto sitzen. Aus den angeblichen zwei Stunden wurden dann vier……

Dafuer ging es durch eine malerische Berglandschaft. Am anderen Ende, in Wuzhai County haben wir uns dann mit anderen Autos zu einem Corso zusammengeschlossen um ein Tal zu besichtigen, dessen Erschliessung fuer den Tourismus Gegenstand dieses Projektes sein soll.

Das Gebiet ist etwa 32 mal 12 Kilometer gross, wovon die oberen 13 Kilometer Naturschutzgebiet sind, und erstreckt sich bis in eine Seehohe von 2687 Metern.